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IrDA
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Synonym(e):
Infrared Data Association


Infrared Data Association (IrDA) stellt einen ursprünglich von HP entwickelten Standard zur Datenübertragung mittels infraroten Lichts dar. Diese Variante der Datenübertragung eignet sich nur für kurze Strecken (bis ca. 1m) mit Sichtverbindung. Die Übertragung ist quasi abhörsicher. IrDA ist effizient und zugleich zuverlässig, da das Infrarotlicht gegenüber äußeren Faktoren (wie Licht oder Reflexionen) nicht störanfällig ist.

Der IrDA-Standard legt folgende physische Spezifikationen und Protokolleigenschaften fest:
  • Datenübertragung mittels infrarotem Licht (875 nm)

  • Übertragungsstrecke zwischen Sender/Empfänger: max. 1m

  • Punkt-zu-Punkt-Verbindungen innerhalb eines Abstrahlbereichs von 30°

  • geringer Stromverbrauch

  • Stromversorgung mittels 3.3 oder 5V

  • geringe Herstellungskosten

  • kleine Abmessungen der elektronischen Bausteine

  • serielle Halb-Duplex-Verbindung über V.24-Schnittstelle im Computer


  • Spezifikation 1.0 (1993) - HPSIR (HP Short-Infrared):
  • Übertragungsraten: 9.600 (Short-Infrared), 19.200, 38400, 57.600 und 155.200 Bit/s (Serial Infrared)

  • Datenübertragungsverfahren: NRZI


  • Spezifikation 1.1 (1995):
  • Übertragungsraten: 1,152 MBit/s (MIR - Mid-Infrared), 4 MBit/s (FIR - Fast-Infrared) und 16 MBit/s (VFIR - Very Fast-Infrared)

  • Datenübertragungsverfahren: 4PPM, HHH(1,13)

  • abwärtskompatibel zu IrDA 1.0



  • IrDA findet vor allem in kleinen Endgeräten wie Handys, Organizer, PDA, Laptops und Druckern seine Anwendung. Aufgrund der geringen Produktionskosten, des niedrigen Stromverbrauches und zudem ansehnlichen Übertragungsraten ist der Einsatz ideal. Mehr und mehr wird IrDA jedoch von Bluetooth abgelöst.
    Auch in normalen PCs ist eine IrDA-Schnittstelle vorhanden. Heutzutage jedoch nur noch als Steckbrücke auf dem Mainboard. Zur Inbetriebnahme fehlt meist das nötige Sender/Empfängermodul, das optional beim Mainboard-Hersteller angefordert werden muss.